Maschinen & Fahrzeuge

"Maschinen & Fahrzeuge" - Schon am Vorabend wissen Sie, was am nächsten Morgen die Branche bewegt 

Neue dynamische Märkte, vor allem in den Boomregionen Asiens und Osteuropas, gewinnen für den deutschen Automobil- und Maschinenbau zunehmend an Bedeutung. 

Röttgen fordert bis zu 50 Mrd EUR für die KKW-Sicherheit

Erscheinungsdatum Website: 30.08.2010 19:25:01
Erscheinungsdatum Publikation: 31.08.2010

zurück zur Übersicht

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Bundesumweltminister Norbert Röttgen will den Betreibern von Kernkraftwerken (KKW) im Falle einer Laufzeitverlängerung strikte Sicherheitsauflagen machen. Nach Informationen des „Handelsblatt? (Montagsausgabe) aus Regierungskreisen plant Röttgen für den Fall einer Laufzeitverlängerung von vier Jahren Sicherheitsauflagen, die die Betreiber 6,2 Mrd EUR kosten würden. Im Falle einer Verlängerung um zwölf Jahre will Röttgen Investitionen in die Sicherheit der Anlagen fordern, die er mit 20,3 Mrd EUR veranschlagt. Bei einer Verlängerung um 20 Jahre will er von den Betreibern zusätzliche Investitionen in die Sicherheit in Höhe von 36,2 Mrd EUR fordern, bei 28 Jahren sind es 49,8 Mrd EUR. Die Zahlen sind Bestandteil der Energieszenarien, die Prognos und das Energiewirtschaftliche Institut der Universität zu Köln (EWI) für die Bundesregierung errechnet hat. Die Berechnungen umfassen ein Basisszenario, in dem davon ausgegangen wird, dass der Ausstiegsbeschluss fortbesteht. Außerdem wurden vier Szenarien mit Verlängerungszeiträumen von vier, zwölf, 20 und 28 Jahren gerechnet. Auf Drängen des Umweltministeriums wurden diese vier Szenarien jedoch in jeweils zwei Varianten gerechnet: einmal mit den Sicherheitsauflagen nach den Vorstellungen des Umweltministeriums, einmal mit wesentlich geringeren Pauschalbeträgen. Die Anlagenbetreiber argumentieren, sollten die Sicherheitsauflagen ein bestimmtes Maß überschreiten, lohne sich der Weiterbetrieb vieler Anlagen nicht mehr.

DJG/reh/31.8.2010

zurück zur Übersicht