Euro Intern

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Fed/Hoenig: Aktuelle Fed-Politik sehr riskant

Erscheinungsdatum Website: 04.06.2010 14:50:02
Erscheinungsdatum Publikation: 07.06.2010

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WASHINGTON (Dow Jones)--Der Präsident der Federal Reserve Bank of Kansas City, Thomas Hoenig, hat die Geldpolitik der US-Notenbank erneut als riskant bezeichnet. "Wenn wir nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, werden wir sie wiederholen", sagte das Mitglied des Offenmarktausschusses (FOMC), das die Geldpolitik der Fed bestimmt, am Donnerstag (Ortszeit) laut vorab verbreitetem Redetext.

Hoenig, der bereits bei den FOMC-Abstimmungen der vergangenen Monate gegen eine Fortsetzung des ultralockeren Fed-Kurses gestimmt hatte, verwies darauf, dass die zur Mitte des vergangenen Jahrzehnts zu lange niedrigen Leitzinsen eine Ursache der jüngsten Finanzkrise gewesen seien. Die US-Wirtschaft scheine sich auf dem Erholungspfad zu befinden und der allgemeine Ausblick sei gut, sagte Hoenig. "Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass die Erholung breiter angelegt, selbsttragender und vielleicht sogar etwas stärker als erwartet ist", so Hoenig.

Er warnte vor diesem Hintergrund vor Inflationsgefahren: Derzeit sei die Kerninflation zwar niedrig, doch das werde sich ändern, wenn das Wachstum anhalte oder sich noch verstärke. In diesem Umfeld sollte sich die Fed der schwierigen Aufgabe stellen, die Zinsen in Richtung eines normaleren Niveaus zu bewegen - bis Ende des Sommer auf 1,00%. Derzeit liegt der Tagesgeldzielsatz bei 0,00% bis 0,25%. Nach Erhöhung der Zinsen sollte die Fed dann mit Wertpapierverkäufen beginnen, sagte Hoenig.

DJG/hab

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