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Euroraum-Produktion steigt im Februar nur wenig

Erscheinungsdatum Website: 16.04.2010 17:50:02
Erscheinungsdatum Publikation: 19.04.2010

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FRANKFURT (Dow Jones)--Die Industrieproduktion im Euroraum dürfte im Februar nur schwach gestiegen sein. Nachdem relativ schwache Daten für die Schwergewichte - Deutschland, Frankreich und Italien - vorliegen, ist für den gesamten Euroraum im Februar allenfalls ein leichtes Produktionsplus denkbar. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte prognostizieren einen Produktionsanstieg um 0,2%, nachdem im Januar noch ein Plus von 1,7% ausgewiesen worden war. Eurostat wird die Daten am Mittwoch veröffentlichen.

Die Produktion im produzierenden Gewerbe Deutschlands hat im Februar auf dem nach unten revidierten Vormonatsniveau stagniert, während Volkswirte einen Anstieg um 1,0% vorausgesagt hatten. Im Januar hatte die Produktion demnach lediglich um 0,1% zugenommen gegenüber einem zuvor gemeldeten Anstieg um 0,6%. Damit lag die gesamte Produktion nur um 0,3% über Vorquartalsniveau. Die Erzeugung in der Industrie änderte sich im Februar mit plus 0,1% kaum, das Bauhauptgewerbe verzeichnete nach dem witterungsbedingten Einbruch im Vormonat einen Produktionsanstieg um 1,0%, die Energieerzeugung sank um 1,7%.

Die französische Industrieproduktion stagnierte im Februar ebenfalls. Damit wurden die Erwartungen jedoch leicht übertroffen, denn es war ein Rückgang um 0,3% erwartet worden. Im Vormonat war die Industrieproduktion revidierten Angaben zufolge um 1,1% (vorläufig: plus 1,6%) gestiegen. Im verarbeitenden Gewerbe ergab sich im Februar ein Produktionsplus von 0,4% zum Vormonat. Die Herstellung von Nahrungsmittel legte um 0,2% zu, während die Produktion von elektrischen und elektronischen Gütern um 0,5% stieg.

Auch die industrielle Erzeugung in Italien veränderte sich im Februar auf Monatssicht nicht, was dem Prognosemittel der von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen entsprach. Im Januar war die Produktion um revidiert 1,9% (vorläufig: plus 2,6%) gestiegen.

Angesichts entsprechender Entwicklungen in den oben genannten Staaten könnten auch die Januar-Daten des Euroraums nach unten revidiert werden. Bisher steht hier ein Plus von 1,7% zu Buche. Allerdings ist ein Vergleich nationaler Produktionsdaten mit den von Eurostat berechneten nur eingeschränkt möglich.

DJG/hab/apo

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