Märkte der Welt

Der Newsletter "Märkte der Welt" enthält - nach Regionen gegliedert - wöchentliche Zusammenfassungen und Hintergrundanalysen der wichtigsten Nachrichten zur Außenwirtschaft sowie Informationen zu Auslandsaktivitäten deutscher Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Zudem sind weiterführende Kontaktadressen mit Ansprechpartnern angegeben. Die Berichterstattung wird durch das weltweite Netz der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) unterstützt und ist mit Grafiken und Charts angereichert.

Die neue Volatilität der Energie

Erscheinungsdatum Website: 06.10.2021 14:20:02
Erscheinungsdatum Publikation: 07.10.2021

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Die derzeit stattfindende Energiekrise ist nicht die erste, die die Weltwirtschaft vor erhebliche Probleme stellt. Aber sie ist die erste in einer Welt, die sich im Übergang vom fossilen ins erneuerbare Zeitalter befindet.

Zu den Versprechungen sauberer Energieproduktion gehört eigentlich eine größere Resilienz gegen externe Schocks wie politische Konflikte oder makroökonomische Ungleichgewichte. Solange erneuerbare Quellen aber nicht den Großteil der Produktion liefern und Wege gefunden wurden, ihre Energie zu speichern könnten Volatilitäten an den Märkten mittelfristig sogar besonders stark ausfallen.

So sind die Probleme in Großbritannien unter anderem dadurch entstanden, dass Kohle- durch Gaskraftwerke ersetzt wurden, Gas aber auch zum Heizen verwendet wird. Wenn dann gleichzeitig nach der Pandemie die Nachfrage wieder steigt, Lkw-Fahrer fehlen und der Winter bevorsteht, wird das Gas knapp und die Preise schießen in die Höhe.

Derzeit scheint es fast als laufe der Abschied von den fossilen Energieträgern schneller als der Aufbau alternativer, sauberer Quellen und der nötigen Infrastruktur. Je schneller der Ausbau von Wind-, Solarkraft und Co. gelingt, desto geringer werden auch die Auswirkungen der Übergangszeit sein.

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