Märkte der Welt

Der Newsletter "Märkte der Welt" enthält - nach Regionen gegliedert - wöchentliche Zusammenfassungen und Hintergrundanalysen der wichtigsten Nachrichten zur Außenwirtschaft sowie Informationen zu Auslandsaktivitäten deutscher Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Zudem sind weiterführende Kontaktadressen mit Ansprechpartnern angegeben. Die Berichterstattung wird durch das weltweite Netz der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) unterstützt und ist mit Grafiken und Charts angereichert.

Der Protektionismus bleibt

Erscheinungsdatum Website: 04.11.2020 16:40:11
Erscheinungsdatum Publikation: 05.11.2020

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Egal, wie die Wahl des nächsten US-Präsidenten ausgeht (zum Redaktionsschluss stand der Sieger noch nicht fest), die Handelsbeziehungen Amerikas mit der Europäischen Union und der Volksrepublik China werden weiterhin schwer belastet sein.

Auch Joe Biden wird nicht zur Freihandelskultur eines Barack Obama zurückkehren. Dafür sind die Wahlergebnisse in den industriell geprägten Staaten im Mittleren Westen, die Donald Trump vor vier Jahren ins Amt brachten auch bei dieser Wahl zu knapp. Eine Politik des Freihandels, die die wenigen noch verbliebenen Industriejobs in Michigan, Wisconsin oder Pennsylvania potenziell gefährden, können sich die Demokraten nicht leisten, wenn sie das Weiße Haus nicht 2024 direkt wieder verlieren wollen.

Auch ein Präsident Joe Biden wird alle Hände voll damit zu tun haben, ein polarisiertes Land zu regieren und zumindest einen Teil seines erstaunlich links-progressiven Programms umzusetzen. Die Reparatur der internationalen Handelsbeziehungen wird daher nicht an oberster Stelle seiner To-do-Liste stehen, zumal Trumps protektionistische Politik der amerikanischen Wirtschaft weniger stark - wenn überhaupt - geschadet hat, als viele Ökonomen vor vier Jahren vorausgesagt hatten.

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