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Reckitt Benckiser schließt Suboxone-Vergleich

Erscheinungsdatum Website: 11.07.2019 14:50:02
Erscheinungsdatum Publikation: 12.07.2019

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WASHINGTON (Dow Jones)--In der Untersuchung um angebliche illegale Vertriebspraktiken beim Schmerzmittel Suboxone Film hat Reckitt Benckiser jetzt einem teuren Vergleich zugestimmt. Ohne Anerkennung einer Schuld zahlt der Konsumgüterkonzern 1,4 Mrd US-Dollar.

Reckitt Benckiser schloss den Vergleich mit dem US-Justizministerium und der Federal Trade Commission und beendete damit ein lange laufendes Untersuchungsverfahren gegen seine frühere Tochterfirma Indivior. Deren Medikamwent Suboxone wird zur Behandlung von Opioidabhängigkeit eingesetzt.

Indivior soll mit der Filmtablette vor rund einem Jahrzehnt einen milliardenschweren Betrug organisiert haben, auch zu Lasten des US-Gesundheitsprogramms Medicaid. Im April war es zu einer Anklage des Unternehmens gekommen, das die Vorwürfe ebenso bestreitet wie der frühere Mutterkonzern, der sich 2014 vollständig von Indivior getrennt hat.

Reckitt Benckiser erklärte, man habe den Vergleich geschlossen, weil er "im besten Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre" sei. Neben den Kosten werde so auch vermieden, dass es im Zuge langer Untersuchungen zu Unsicherheit und Ablenkung vom eigentlichen Geschäft komme. Der Konzern sichere so auch die weitere Beteiligung an allen US-Programmen.

Finanzieren wird Reckitt Benckiser die anstehende Vergleichszahlung aus Barmitteln sowie mit bestehenden Kreditlinien. Die bislang gebuchte Rückstellung von 400 Mio Dollar werde jetzt auf 1,5 Mrd aufgestockt. Damit seien dann auch weitere mögliche Kosten gedeckt. chem

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