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EIB vergibt 700 Mio Euro für polnische E59 und A1

Erscheinungsdatum Website: 28.05.2019 16:20:05
Erscheinungsdatum Publikation: 29.05.2019

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WARSCHAU (ost)--Die Autobahn A1, die Nord- und Südpolen verbindet, wird demnächst fertiggestellt - auch dank eines 300-Mio-Euro-Darlehens der Europäischen Investitionsbank (EIB) an das Finanzinstitut Gospodarstwa Krajowego (BGK). Der 81 km lange Abschnitt der Autobahn zwischen Tuszyn und Czestochowa in Mittel- und Südpolen wird auf Autobahnniveau ausgebaut und ist Teil der breiteren Autobahn A1 von der Ostseeküste bis zur tschechischen Grenze. Die Arbeiten werden von der Generaldirektion für Nationalstraßen und Autobahnen organisiert. Die Finanzierungsvereinbarung für den letzten Abschnitt wurde laut EIB nun in Warschau unterzeichnet.

"Die Straßen- und Eisenbahnverkehrskorridore in Europa sind in Ost-West-Richtung gut ausgebaut, in Nord-Süd-Richtung gibt es allerdings noch Nachholbedarf. Aus diesem Grund unterstützt die EIB Projekte, die dazu beitragen, diese Lücke zu schließen", sagte EIB-Vizepräsident Vazil Hudák. "Die Fertigstellung der Autobahn A1 wird ein wichtiger Meilenstein für das Straßenverkehrssystem in Polen und für den gesamten Ostsee-Korridor in Europa sein. Das Land wird über einen flüssigeren Nord-Süd-Verkehr verfügen, was sowohl seiner nationalen als auch seiner internationalen Leistungsfähigkeit im Straßenverkehr zugute kommen wird", fügte er hinzu.

Wlodzimierz Kocon, Vizepräsident der BGK, fügte hinzu: "Seit 2004 wird der Bau fast aller Nationalstraßen in Polen, einschließlich Autobahnen, Schnellstraßen und Stadtbahnen, unter Beteiligung der BGK durchgeführt. In den letzten 15 Jahren beliefen sich die gesamten Ausgaben für den Straßenbau in Polen auf 144 Mrd Zloty (rund 33,5 Mrd Euro)."

Der Ostsee-Korridor ist Teil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes TEN-V, das von der Europäischen Union unterstützt wird. Die EIB finanziert nach eigenen Angaben seit mehr als zehn Jahren Straßenmodernisierungsprojekte in Polen im Rahmen des TEN-V-Netzes und hat bereits Finanzierungen sowohl für den nördlichen als auch für den südlichen Teil der Autobahn A1 zugesagt.

Die Europäische Investitionsbank habe zudem eine wichtige Operation mit PLK Polskie Linie Kolejowe, dem polnischen Betreiber der nationalen Schienennetzinfrastruktur, unterzeichnet. Für die Modernisierung des 195 km langen Abschnitts der Eisenbahnlinie E59, der sich ebenfalls auf dem zentralen TEN-V-Korridor zwischen Poznan und Stettin befindet und von Nord nach Süd im westlichen Teil Polens verläuft, sei ein Darlehen von 400 Mio Euro in zwei Tranchen unterzeichnet worden, heißt es in der Mitteilung weiter.

"Die EIB und die PLK haben in den letzten Jahren bei Dutzenden von Projekten zusammengearbeitet, und dieses Projekt ist ein weiteres Beispiel dafür, wie das polnische Eisenbahnnetz mit Unterstützung der EU kontinuierlich modernisiert wird, auch in Nord-Süd-Richtung. Die EIB unterstützt das Land gerne bei der Entwicklung eines modernen und ausgewogenen Verkehrssystems. Neben der Verbesserung von Straßen und Autobahnen ist es ebenso wichtig, auch die Schieneninfrastruktur zu modernisieren, da dies durch die Reduzierung der Treibhausgasemissionen zusätzliche positive Auswirkungen auf die Umwelt hat", sagte Hudak.

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