Nachrichten für Außenhandel (NfA)

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"Nachrichten für Außenhandel (NfA)" – die einzige deutschsprachige Tageszeitung für die gesamte Außenwirtschaft bietet einen schnellen und strukturierten Überblick über die wichtigsten Entwicklungen auf den internationalen Wachstumsmärkten.

Die NfA liefert hochwertige und praxisrelevante Hintergrundinformationen, ausführliche Analysen und Bewertungen -  deutlich umfassender als in der Wirtschaftstagespresse. Im Fokus stehen die deutschen Exportbranchen mit Schwerpunkt auf Investitionsgütern

Deutschland: "In einem rauen Umfeld gut geschlagen?

Erscheinungsdatum Website: 10.05.2019 15:55:13
Erscheinungsdatum Publikation: 13.05.2019

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Exporte legen im März trotz flauer Weltkonjunktur zu

WIESBADEN (Dow Jones)--Die deutsche Wirtschaft hat ihre Ausfuhren im März trotz schwelender Handelskonflikte und flauer Weltkonjunktur spürbar gesteigert. Die Exporteure verkauften kalender- und saisonbereinigt 1,5% mehr im Ausland als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 1,9% höher. Die Importe stiegen im März um 0,4% gegenüber dem Vormonat. Auf Jahressicht zeigte sich ein Plus von 4,5%.

Kalender- und saisonbereinigt ergab sich ein Außenhandelsüberschuss von 20 Mrd Euro. Ökonomen hatten mit einem Aktivsaldo von nur 18,1 Mrd gerechnet. Der Überschuss in der Leistungsbilanz betrug nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank 30,2 Mrd Euro. Hier waren 26 Mrd prognostiziert worden.

Zunehmende Handelskonflikte, die Abkühlung der Weltkonjunktur und weitere Risiken wie der Brexit hatten zuletzt der deutschen Exportwirtschaft zu schaffen gemacht. Im März legten insbesondere die Ausfuhren in Länder zu, die zwar zur EU gehören, nicht aber zur Eurozone, wie Polen und Großbritannien. Die Exporte in diese Länder stiegen um 6% gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb der Eurozone wurde dagegen nur eine leichte Zunahme um 0,5% verzeichnet. Sehr lebhaft lief auch das Geschäft mit den Drittstaaten, zu denen China, Russland, Brasilien und die USA zählen. Die Ausfuhren lagen im März um 4,5% höher als vor einem Jahr.

"Das erste Quartal ist in trockenen Tüchern. Zwar haben die vielen schlechten Nachrichten einige Bremsspuren hinterlassen, aber insgesamt hat sich der deutsche Außenhandel in einem rauen Umfeld gut geschlagen?, kommentierte BGA-Präsident Holger Bingmann die Zahlen. Die vielen Risiken für den Welthandel seien nicht zu übersehen - angefangen bei den heftigen Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, die bei einer weiteren Eskalation auch Folgen für die deutsche Wirtschaft haben werden, sagte er.

"Die Entwicklungen rund um das Atomabkommen mit dem Iran sind ebenfalls besorgniserregend - und natürlich sitzt uns immer noch der ungeklärte Brexit im Nacken", so Bingmann. Wichtig sei ein "starkes Europa. "Unsere wichtigsten Handelspartner sind unsere europäischen Nachbarn. Der Ausgang der Europawahlen wird daher ganz entscheidend für unsere Zukunft sein."

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