Nachrichten für Außenhandel (NfA)

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Deutschland: Intermodalität des Hamburger Hafens wirkt sich positiv aus

Erscheinungsdatum Website: 09.05.2019 15:15:48
Erscheinungsdatum Publikation: 10.05.2019

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Auch Hapag-Lloyd legt gute Zahlen vor

HAMBURG (Dow Jones)--Die Hamburger Hafen und Logistik (HHLA) hat im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis gesteigert. Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik erhöhte seinen Umsatz um 10,6% auf 339,8 Mio Euro, und das Ebit um 26,1% auf 55,7 Mio Euro. Nach Steuern und Dritten verdiente das Unternehmen mit 27,2 Mio Euro eigenen Angaben zufolge über ein Viertel mehr als vor Jahresfrist.

Der Containerumschlag sei auch dank der Integration des im letzten Jahr erworbenen estnischen Terminalbetreibers HHLA TK Estonia leicht gestiegen. Das erste Quartal sei eine gute Grundlage, um die vom Gesamtkonzern prognostizierten Jahresziele zu erreichen. Im Bereich der Hafenlogistik wird dank der Übernahme von Nordamerika-Diensten und der Einbeziehung der erstmals ganzjährig konsolidierten Umschlagmengen von HHLA TK Estonia ein insgesamt leichter Anstieg des Containerumschlags erwartet. Diese Prognose gilt auch für den Containertransport und auf Konzernebene für den Umsatz.

Gute Zahlen legte auch die Reederei Hapag-Lloyd vor. Zu Jahresbeginn habe man von besseren Frachtraten, höheren Transportmengen und dem im Jahresvergleich deutlich aufgewerteten US-Dollar profitiert, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz stieg demnach um 17% auf knapp 3,1 Mrd Euro. Der operative Gewinn vervierfachte sich auf 214 nach 51 Mio Euro vor Jahresfrist. Unter dem Strich blieben 96 Mio, während 2018 noch ein Verlust von 34 Mio Euro eingefahren worden war.

Die Gewinnkennziffern sind aber wegen der erstmaligen Anwendung des Bilanzierungsstandards IFRS 16 nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Hapag-Lloyd verbucht mittel- und langfristige Charterkosten und Containermieten seit Jahresbeginn nicht mehr unter Transportaufwendungen, sondern als Abschreibungen auf Nutzungsrechte nebst Zinskosten für Leasingverbindlichkeiten. Auf Ebitda-Ebene ergab sich ein positiver Effekt von rund 100 Mio beim Anstieg auf 489 Mio Euro, auf Ebit-Basis waren es rund 4 Mio.

Vorstandschef Rolf Habben Jansen sprach von einem "sehr ordentlichen" Start in das Jahr, unterstützt von 2% mehr Transportvolumen und 5% höheren Frachtraten. Für das Gesamtjahr äußerte er sich angesichts gedämpfter Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum und höherer Treibstoffpreise "vorsichtig optimistisch". Sollten sich die Mengen und Erlöse wie erwartet entwickeln und erste Kostensenkungsmaßnahmen greifen, sei ein Ebit in der Größenordnung von 500 bis 900 Mio Euro möglich.

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