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Vonovia erhöht Gewinnprognose nach dem ersten Quartal

Erscheinungsdatum Website: 07.05.2019 16:25:02
Erscheinungsdatum Publikation: 08.05.2019

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BOCHUM (Dow Jones)--Vonovia hat nach prozentual zweistelligen Steigerungen im ersten Quartal die Prognose für den operativen Gewinn im Gesamtjahr erhöht. In den ersten drei Monaten profitierte der Bochumer Wohnimmobilienkonzern von Effizienzsteigerungen nach zwei Zukäufen und Wertsteigerungen im Portfolio. Operativ übertraf das Unternehmen sowohl die eigenen Schätzungen als auch die der Analysten.

Es sei "zu erwarten, dass sich die positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2019 weiter fortsetzt", teilte der Konzern mit. Deshalb peilt Vonovia im Gesamtjahr nun einen operativen Gewinn nach laufenden Zinsen und Steuern (FFO - Funds from Operations) von 1,17 bis 1,22 Mrd Euro an. Zuvor sollten es 1,14 bis 1,19 Mrd Euro sein. Beim operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sollen nun auch 1,7 bis 1,75 Mrd Euro anstatt 1,65 bis 1,7 Mrd Euro herauskommen.

Von Januar bis März steigerte Vonovia den FFO um 20% auf 303,6 Mio Euro. Der FFO ist eine wichtige Kenngröße bei Immobilienunternehmen.

Das bereinigte Ebitda stieg um knapp ein Drittel auf 429,9 Mio Euro, dies war substanziell besser als die erwarteten 390 Mio im Factset-Konsens. Positiv machten sich hier die beiden Zukäufe Buwog in Österreich und Victoria Park in Schweden bemerkbar.

Nach Steuern blieben 201,4 Mio übrig, 56% mehr als im Vorjahr. Hier hatten die Analysten mit 224 Mio allerdings etwas mehr erwartet. Der Nettogewinn stieg um 59% auf 185,2 Mio Euro.

Auf der Einnahmenseite steigerte Vonovia die Mieteinnahmen im Segment Bewirtschaftung um 20% auf 502,2 Mio Euro. Damit legte Vonovia eine Punktlandung verglichen mit den Schätzungen im Factset-Konsens hin. Die Analysten hatten mit genau 502 Mio Euro gerechnet.

Auf Gesamtjahressicht behielt Vonovia die Prognosen für Mieteinnahmen und Investitionen unverändert bei. Die Nettomieteinnahmen sollen weiter um 4,4% auf 2,02 bis 2,07 Mrd steigen. Die Investitionen in Modernisierung, Neubau und Instandhaltung sollen weiterhin rund 2 Mrd Euro betragen, davon zwischen 1,3 und 1,6 Mrd in Modernisierung und Neubau.

Seit 2019 hat Vonovia "FFO" als Zielgröße, das das "FFO 1" der Vorjahre abgelöst hat. Damit soll das Development-Geschäft - also die Wohnungsprojektentwicklung - in die Prognose einfließen. Dieses Geschäft hat Vonovia 2018 mit der österreichischen Buwog erworben und betrachtet es als neues Standbein.

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