Nachrichten für Außenhandel (NfA)

Teaserbild 'Nachrichten für Außenhandel (NfA)'

"Nachrichten für Außenhandel (NfA)" – die einzige deutschsprachige Tageszeitung für die gesamte Außenwirtschaft bietet einen schnellen und strukturierten Überblick über die wichtigsten Entwicklungen auf den internationalen Wachstumsmärkten.

Die NfA liefert hochwertige und praxisrelevante Hintergrundinformationen, ausführliche Analysen und Bewertungen -  deutlich umfassender als in der Wirtschaftstagespresse. Im Fokus stehen die deutschen Exportbranchen mit Schwerpunkt auf Investitionsgütern

Welt: Plädoyer für internationale Zusammenarbeit

Erscheinungsdatum Website: 11.06.2018 16:25:14
Erscheinungsdatum Publikation: 12.06.2018

zurück zur Übersicht

In Frankfurt wurde die Achema eröffnet

FRANKFURT (NfA)--Mit 3.737 Ausstellern aus 55 Ländern hat die Achema ihre Pforten auf dem Frankfurter Messegelände geöffnet. Die nach Darstellung des Branchenvereins Dechema weltweit wichtigste Veranstaltung der Prozessindustrie zeigt Ausrüstung und Verfahren für die Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie. In den kommenden Tagen rechnen die Organisatoren mit rund 170.000 Besuchern aus aller Welt. Wichtige Themen in Ausstellung und Kongress sind die flexible Produktion, der Einsatz biotechnologischer Verfahren und die Rolle der Logistik, aber auch Ressourcenschutz, Digitalisierung und Energie.

Bis zum Freitag präsentieren Hersteller von Laborausrüstungen und verfahrenstechnischen Komponenten, Anlagenbauer, Automatisierer und Werkstoffentwickler ihre Produkte und Verfahren am Main. Mit einem Auslandsanteil von 56% ist die Achema der Mitteilung zufolge noch internationaler geworden. Größte Ausstellernationen hinter der Bundesrepublik sind China und Italien. Angestiegen sind auch die Ausstellerzahlen aus Japan, Südkorea und Taiwan, während die Zahlen aus den europäischen Ländern stabil blieben.

Bei der Eröffnung stand vor dem Hintergrund der jüngsten politischen Entwicklung vor allem die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Als Vorsitzender des Achema-Ausschusses unterstrich Jürgen Nowicki, dass der globale Handel nicht nur für den Austausch von Waren und Dienstleistungen wesentlich sei, sondern auch für Innovationen. Eine Plattform wie die Frankfurter Messe sei ohne die Rahmenbedingungen eines freien internationalen Wettbewerbs nicht denkbar. Nowicki nannte als Beispiele für die Innovationskraft der Branche die flexible Produktion, die individuellere Produkte ermögliche, die zunehmende Nutzung biotechnologischer Verfahren in der Chemie und die fortschreitende weltweite Vernetzung, bei der die Logistik eine wesentliche Rolle spiele.

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann betonte die anhaltend guten wirtschaftlichen Aussichten für die Chemiebranche in Deutschland. Gleichzeitig warnte auch er vor den neuen geopolitischen Risiken, die aus der US-Handelspolitik, aber auch aus der Wirtschaftsstrategie Chinas erwachsen. Davon abgesehen habe die deutsche Chemie langfristig exzellente Perspektiven - auch, weil die Unternehmen die Chancen der Digitalisierung und zirkulären Wirtschaftsweise erkannt hätten und beherzt umsetzten. Aufgaben wie die Bekämpfung des Klimawandels seien allerdings nur global und zu vergleichbaren Wettbewerbsbedingungen lösbar, mahnte Tillmann.

Rainer Diercks, Vorsitzender der Dechema, die nach eigener Darstellung den Messe-Kongress mit rund 800 Vorträgen verantwortet, ging auf die internationale Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung ein. Wissenschaft und Innovationen lebten vom freien Austausch von Informationen, von Menschen und Technologien. Wer diesen Austausch ohne guten Grund einschränke, setze letztlich die Zukunft der Entwicklung des Planeten aufs Spiel, betonte Diercks. Denn die Prozessindustrie arbeite an Fragestellungen, "die jeden Menschen auf der Welt betreffen, von Klimawandel über Gesundheitsversorgung bis zu Energie und Mobilität".

NfA/12.6.2018

zurück zur Übersicht