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Samsung verkauft weniger Smartphones als Apple - Gewinn steigt kräftig

Erscheinungsdatum Website: 27.01.2012 17:35:03
Erscheinungsdatum Publikation: 30.01.2012

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SEOUL (Dow Jones)--Der Elektronikkonzern Samsung hat im vierten Quartal bei Umsatz und Gewinn kräftig zulegt. Vor allem Speicherchips und Smartphones trugen zum Wachstum bei. Einen Wermutstropfen gab es jedoch: Nach nur einem Quartal an der Spitze müssen die Koreaner die Marktführerschaft bei Smartphones schon wieder an den Erzrivalen Apple abgeben.

Samsung verkaufte von Oktober bis Dezember rund 30% mehr Smartphones. Zwar veröffentlichte der Konzern keine detaillierten Zahlen, in einer früheren Ankündigung von Anfang Januar war aber von 35 Mio Smartphones die Rede. Der Marktforscher Strategy Analytics geht von 36,5 Mio Geräte aus, was jedoch immer noch zu wenig ist. Apple setzte im abgelaufenen Geschäftsquartal 37 Mio iPhones ab.

Zudem musste sich Samsung das hohe Absatzvolumen mit höheren Marketing-Ausgaben erkaufen, was die Marge im Geschäft mit Mobiltelefonen insgesamt wieder auf 14,8% absinken ließ. Zwar war das noch deutlich höher als die 11,9% im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal hatte die Marge aber noch bei 16,9% gelegen.

Das Halbleitergeschäft zog im vierten Quartal kräftig an. Gerade bei dem wichtigsten Produkt - Speicherchips für Computer - konnte Samsung mit kosteneffizienten Produktionsstrukturen den niedrigeren Preisen der schwächeren Nachfrage entgegensteuern.

Das Nettoergebnis der Samsung Electronics Co kletterte um 17% auf 4 Bill südkoreanische Won, umgerechnet etwa 2,7 Mrd EUR. Das Ergebnis lag leicht unterhalb der Analystenschätzung von 4,12 Bill Won. Der Umsatz stieg um 13% auf 47,3 Bill Won. Samsung hatte Anfang Januar 46 bis 48 Bill prognostiziert.

Einmalige Sondereffekte, wie der Verkauf des Festplattengeschäfts, spülten 800 Mrd Won zusätzlich in die Kassen. Das operative Ergebnis stieg auf den Rekordwert von 5,3 Bill Won nach 3 Bill im Vorjahr. Einen ähnlich hohen Ertrag hatte Samsung zuletzt im zweiten Quartal 2010 vermeldet. Selbst waren die Koreaner im Vorfeld von 5 bis 5,4 Bill Won ausgegangen.

Für die erste Hälfte des laufenden Jahres erwarten der Konzern wegen der weltweiten konjunkturellen Unsicherheit ein eher nachlassendes Geschäft. Hoffnung setzt das Unternehmen vor allem auf die zweite Jahreshälfte und geht davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage bis dahin stabilisiert hat.

mgo/jhe

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