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Roche-Übernahmeziel Illumina wehrt sich

Erscheinungsdatum Website: 27.01.2012 15:50:02
Erscheinungsdatum Publikation: 30.01.2012

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ZÜRICH (Dow Jones)--Nur zwei Tage nach dem Übernahmeangebot von Roche für den US-Genanalysespezialisten Illumina hat dieser bereits eine Giftpille entwickelt. Der Board des amerikanischen Unternehmens beschloss, dass Bezugsrechte für neue Aktien ausgegeben werden, sobald ein einzelner Großinvestor mehr als 15% der Stimmrechte an dem Unternehmen hält. Dabei sollen die Bezugsrechte an alle Aktionäre bis auf den Großanleger ausgegeben werden.

Für den schweizerischen Pharmakonzern macht dieser Schritt die von Illumina nicht gewollte Übernahme komplizierter und möglicherweise teurer. Die Führungsspitze des amerikanischen Unternehmens nahm in ihrer Begründung für den Schritt direkt Bezug auf die Übernahmeofferte von Roche. Mit der Ausgabe der Bezugsrechte solle den eigenen Aktionären Zeit erkauft werden, in der sie über den Verkauf ihres Unternehmens nachdenken könnten.

Die Roche Holding AG hatte insgesamt 5,7 Mrd USD für das Unternehmen geboten, das sich gegen eine Übernahme jedoch sträubt. Roche hofft mit dem Zukauf darauf, die Technologie der Gensequenzierung schneller in der klinischen Diagnostik und in der Labor-Diagnostik zu etablieren. Langfristig erwartet der Pharmakonzern, dass die Sequenzierung des menschlichen Erbgutes zur Entdeckung komplexer Biomarker führen kann, die als Begleitdiagnostika für Medikamente und zielgerichtete Behandlungen dienen können.

In einer ersten Reaktion auf die Giftpille von Illumina zeigte sich Roche enttäuscht von den Abwehrmaßnahmen der Amerikaner. Das Unternehmen sei jedoch nicht überrascht und setze darauf, dass die Illumina-Aktionäre den Wert der Roche-Offerte erkennen werden. Beobachter rechnen ohnehin mit einem längeren Übernahmekampf und auch einer möglichen Erhöhung des Übernahmegebotes. Roche hatte 44,50 USD je Aktie geboten, der Kurs der Papiere steht dagegen inzwischen bei 52,65 USD.

jhe/mgo

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