Finanz- und Wirtschaftsspiegel

Der Newsletter "Finanz- und Wirtschaftsspiegel" informiert täglich über die Aktivitäten der internationalen Zentralbanken mit Schwerpunkt auf die Europäische Zentralbank, die Federal Reserve und die Bank of Japan.
Globales Wachstum laut Trichet robust
Erscheinungsdatum Website: 08.03.2010 18:50:02
Erscheinungsdatum Publikation: 09.03.2010
BASEL (Dow Jones)--Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean- Claude Trichet, hat sich positiv zu den weltweiten Wachstumsaussichten geäußert und zugleich die Notwendigkeit einer Konsolidierung der Staatshaushalte betont. Das Weltwirtschaftswachstum sei robust und die Stimmung positiv, vor allem wegen des Wiederaufbaus der Lagerbestände und des wiedererwachten Welthandels, sagte Trichet am Montag in seiner Eigenschaft als Chairman des Global Economy Meeting, das monatlich bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) stattfi ndet. Trichet verwies auch darauf, dass die Schwellenländer einen sehr wichtigen Beitrag zum Wachstum der Weltwirtschaft leisteten. Zugleich forderte der EZB-Präsident die Regierungen auf, die sehr hohen Haushaltsdefi zite zurückzuführen. ?Es ist für die gesamte Wirtschaft wichtig, zu zeigen, dass sie einen mittelfristigen Pfad hin zu mehr Nachhaltigkeit verfolgen?, sagte Trichet. Der EZB-Präsident sagte weiter, die versammelten Notenbankgouverneure seien ermutigt gewesen wegen der ?beobachteten und bestätigten? Verringerung der globalen Ungleichgewichte. ?Ob das eher konjunkturelle, mit der Krise zusammenhängende Ursache hat, oder mehr struktureller und nachhaltiger Natur ist, ist noch nicht klar, in dieser Hinsicht sind wir vorsichtig?, sagte Trichet. Nicht diskutiert wurde Trichet zufolge die Möglichkeit, dass China das Wechselkursregime für den Yuan lockern könnte. Auch zur möglichen Gründung eines Europäischen Währungsfonds sei ?kein einziges Wort? gefallen. Der Chairman des Global Economy Meeting verwies darauf, dass im Zuge der konjunkturellen Besserung viele Zentralbanken weltweit bereits mit der Rückführung ihrer unkonventionellen Maßnahmen, aber mehrheitlich noch nicht mit einer Straffung der eigentlichen Geldpolitik begonnen hätten. ?Wir können die nichtkonventionellen Maßnahmen auslaufen lassen, ohne damit die Stimmung an den Finanzmärkten zu beeinträchtigen oder ein Signal für eine Änderung unserer geldpolitischen Ausrichtung zu geben?, sagte der EZB-Präsident.
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