Finanz- und Wirtschaftsspiegel

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Bundesregierung hat mögliche Zinserhöhung schon eingepreist

Erscheinungsdatum Website: 10.10.2018 19:35:03
Erscheinungsdatum Publikation: 11.10.2018

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BERLIN (Dow Jones)--Das Bundesfinanzministerium hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach sich die Regierung angesichts eines möglichen Stopps der EZB-Nullzinspolitik um die Robustheit des Haushalts sorgt. Sowohl in der Haushalts- als auch in der Finanzplanung seien Maßnahmen für einen möglichen Zinsanstieg bereits enthalten, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. Natürlich habe das Ministerium "die Zinsentwicklung ganz klar im Auge".

Die Bild-Zeitung hatte zuvor berichtet, Finanzminister Olaf Scholz (SPD) lasse untersuchen, wie gefährlich Zinserhöhungen für einen ausgeglichenen Haushalt werden könnten. In einer Ausschreibung seines Ministeriums heißt es der Zeitung zufolge, es solle geprüft werden, was eine "Normalisierung des Zinsumfelds" für die "Robustheit der öffentlichen Staatsfinanzen" bedeute.

Die aktuell niedrigen Zinsen hätten "zu Minderausgaben beim staatlichen Schuldendienst" und zur "Rückführung der gesamtstaatlichen Defizite beigetragen." Nun müsse die "Resilienz der Staatsfinanzen" abgeschätzt werden. Das Gutachten soll laut Bild innerhalb von acht Monaten fertiggestellt werden.

DJG/stl/apo

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