Finanz- und Wirtschaftsspiegel

Der Newsletter "Finanz- und Wirtschaftsspiegel" informiert täglich über die Aktivitäten der internationalen Zentralbanken mit Schwerpunkt auf die Europäische Zentralbank, die Federal Reserve und die Bank of Japan.

Ifo: Weltwirtschaft erholt sich im 2. Halbjahr mit schwächerem Tempo

Erscheinungsdatum Website: 10.08.2017 16:35:02
Erscheinungsdatum Publikation: 11.08.2017

zurück zur Übersicht

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Erholung der Weltwirtschaft wird sich nach Einschätzung des Münchener Ifo-Instituts im zweiten Halbjahr 2017 abschwächen. Wie das Ifo-Institut im Ergebnis des World Economic Survey für das dritte Quartal mitteilte, beurteilten die befragten Experten die aktuelle Wirtschaftslage zwar deutlich positiver als noch im April, ihre optimistischen Erwartungen für die kommenden Monate nahmen sie aber etwas zurück. "Die Erholung der Weltwirtschaft dürfte sich im zweiten Halbjahr 2017 mit etwas abgeschwächtem Tempo fortsetzen", folgern die Konjunkturforscher.

Der Ifo-Index des Weltwirtschaftsklimas sinkt auf 12,7 (Vorquartal: 13,0) Punkte. Der Index der Lagebeurteilung steigt auf 12,0 (4,7) Punkte, während der Index der Konjunkturerwartungen auf 13,4 (21,6) Punkte zurückgeht.

Das Klima verbesserte sich vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften etwas, und dort insbesondere im Euroraum. Nur in Großbritannien kam es zu einem regelrechten Einbruch von plus 4,7 auf minus 46,3 Saldenpunkte. Dämpfend wirkten zudem die Schwellen- und Entwicklungsländer. Die Konjunkturerwartungen trübten sich in nahezu allen Weltregionen ein.

Besonders in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften war die Lage aber besser als noch vor drei Monaten. Der Preisanstieg in der Weltwirtschaft wird sich laut Ifo in den kommenden Monaten etwas verlangsamen. Zwar gingen die meisten Experten weiterhin von anziehenden kurz- und langfristigen Zinsen aus. Allerdings hat der Anteil derer, die einen Zinsanstieg erwarten, laut Ifo etwas abgenommen. Den Experten zufolge dürfte sich vor allem der Welthandel in den kommenden sechs Monaten deutlich ausweiten.

DJG/hab/smh

zurück zur Übersicht