Finanz- und Wirtschaftsspiegel

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Gabriel fordert von USA Bekenntnis zum Freihandel

Erscheinungsdatum Website: 17.05.2017 15:55:03
Erscheinungsdatum Publikation: 18.05.2017

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BERLIN (Dow Jones)--Unmittelbar vor seiner Abreise in die USA und nach Mexiko hat Außenminister Sigmar Gabriel von den Vereinigten Staaten ein klares Bekenntnis zum Freihandel gefordert. Seit der Amtsübernahme von Präsident Donald Trump hätten viele Mitglieder der neuen US-Regierung deutlich gemacht, dass sie ein großes Interesse an einem starken Europa hätten und fest zur transatlantischen Partnerschaft stünden, erklärte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. "Sorgen bereitet uns aber, dass Washington sich, wie kürzlich beim Treffen der G7-Finanzminister, nicht fest zu Freihandel bekennt", sagte Gabriel.

"Offene Märkte und ein faires, multilaterales Handelssystem nutzen allen", betonte Gabriel. Auch die deutsche Wirtschaft sei in den USA nicht bloß Wettbewerber. "Wir schaffen durch Investition und Innovation in den USA hunderttausende Arbeits- und Ausbildungsplätze." Er freue sich deshalb, dass er bei einem Besuch in Pittsburgh aus nächster Nähe miterleben könne, "wie Strukturwandel - auch durch deutsche Beteiligung - erfolgreich gelingen kann", sagte Gabriel mit Blick auf die nach Washington zweite Station seiner Reise.

Insgesamt gehe es ihm bei seiner zweiten Washington-Reise nach Amtsantritt der neuen US-Regierung darum, "unser Interesse an guten, engen und vertrauensvollen transatlantischen Beziehungen zu bekräftigen und die Gespräche mit unseren amerikanischen Partnern zu vertiefen", sagte Gabriel.

Vor seiner für Samstag geplanten Rückkehr nach Berlin macht Gabriel noch in Mexiko Station. Das Land sei ein wichtiger Partner in den G20 sowie der OECD "und einer der wichtigsten Standorte für deutsche Auslandsinvestitionen weltweit", sagte Gabriel. Fast 2.000 Unternehmen mit deutscher Beteiligung seien schon in Mexiko angesiedelt. "Ich freue mich, dass Mexiko im nächsten Jahr als erstes Partnerland aus Lateinamerika bei der Hannover Messe zu Gast ist und sich dort als attraktiver Wirtschaftsstandort präsentieren kann", sagte der Außenminister.

DJG/stl/sha

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